Bundesweite Unterschriftenaktion

2012-03  Das Karniner Bahnprojekt hat jetzt vermutlich für lange Zeit die letzte Chance!
 Fachleute des Aktionsbündnisses Karniner Brücke haben eine private Kostenstudie durchgeführt. Der Nutzen-/Kosten-Faktor liegt sehr deutlich über 1, d.h. das Karniner Bahnprojekt ist wirtschaftlich!
2012-06-29-13:30 Entscheidende Abschlussveranstaltung der TASK FORCE KARNIN in der MV-Landesvertretung in Berlin (zugesagt: 2012-05-16)
2012-05-04-Berlin: Die Expertenrunde des Aktionsbündnisses hat die erfreulichen Ergebnisse nochmals intern abgegestimmt. Ein Termin zur baldigen Vorstellung beim für die Region zuständigem Landesminister in Schwerin wird jetzt beantragt.
2012-05-05: Minister Schlotmann und seine Staatsekretärin Frau Ulbrich haben einen Termin im Rahmen der TASK FORCE KARNIN  für Anfang Juni 2012 in Aussicht gestellt!
TASK FORCE KARNIN, Arbeitsgr. “Nutzen” und “Kosten” mehr Unter  ->” Aktivitäten “, -> ”Öffentlichkeitsarbeit”
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Ab 1. Mai: Bundesweite Unterschriftenaktion wird fortgesetzt!
Listen bitte -
hier – ausdrucken und die gesammelten Unterschriften zurücksenden an:
Aktionsbündnis Karniner Brücke
Villa Irmgard,  Maxim-Gorki-Straße 13,  17424 Seebad Heringsdorf

Liebe Freunde der Insel Usedom,
wie bei anderen Projekten zeigt sich auch hier immer mehr, wohl nur gemeinsam können wir es schaffen:
Berlin-Usedom in 2 Stunden
!
Mitteldeutschland-Usedom in 3 Stunden!
Ziel ist eine WIN-WIN-Situation:
Die Bahnfahrer würden über Karnin schneller, 50x sicherer, preiswerter als die Autofahrer die Insel Usedom erreichen - die Autofahrer würden sich über weniger Staus freuen.
Es wäre ein zukunftsweisender Schritt zur Wahrung der Umwelt auf der Ferieninsel Usedom mit ihren See- und Seeheilbädern, ihrem sehr wirksamen natürlichen Therapiemittel, dem milden Ostseereizklima.

Dieser Ansatz passt auch zur Meldung vom 10. Nov. 2011 – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 Prozent verringern (Verkehrssicherheitsprogramm 2011).
Schon wenn nur 20% der Usedom Urlauber/Besucher zur mehr als 50x sicheren Bahn wechseln würden, wären jährlich etwa 3 Verkehrstote und 280 Verletzte vermeidbar! (Genaueres unter “Linkliste”, Allianz pro Schiene).
2011 war die Stausituation auf der Bäderstraße so unerträglich, dass wohl erstmalig Urlauber der Insel Usedom den Rücken kehrten.
Man mag sich garnicht vorstellen, was wäre, wenn es nicht -parallel zur Küste – das Erfolgsmodell der Usedomer Bäderbahn gäbe. 1995 beginnend mit 300.000 Fahrgästen, sind es heute etwa 3,5 Millionen/Jahr! Dabei erfolgte zunächst 1992 der Antrag auf Stilllegung der Strecke durch die damalige RBD Schwerin!

Der nächste Bundesverkehrswegeplan(ab 2015) wird schon vorbereitet! Es ist nicht erkennbar, ob durch die Landesregierung M/V schon eine Anmeldung zur Revitalisierung des Karniner Bahnprojektes(39km) für den vordringlichen Bedarf in Arbeit ist.
Die Landesregierung spricht hartnäckig von “SchienenPersonenFernverkehr” – man mag sich die akzentuierte und einschränkende Bedeutung dieses Wortes auf der Zunge zergehen lassen! Auch in der gemeinsamen Arbeitskarte der dt./poln. Oderpartnerschaft fehlt immer noch die zu revitalisierende Strecke Ducherow-Karnin-Swinemünde (Siehe “Linkliste”).
Besucher der Insel stellen wiederholt die Frage: Was hat die Schweriner Landesregierung bzgl. des Karniner Bahnprojektes bisher überhaupt ernsthaft auf den Weg gebracht?
2012-04-26 Eine Anfrage im Landtag(mehr unter Aktivitäten) ergab: Von Schwerin ist außer ständigen Lippenbekenntnissen zum Karniner Bahnprojekt – wenig Aktivität zu erwarten.
Auch wenn der Nutzen-/Kosten-Faktor jetzt sehr deutlich über 1 liegt – wird das Karniner Bahnprojekt schließlich, beim Land beginnend, von politischen Entscheidungen mehrerer Ebenen  abhängen!
Um so wichtiger scheint der vielstimmig bekundete Bürgerwille der künftigen Nutzer der schnellen Bahnverbindung nach Usedom.
Ist mir “Berlin-Usedom in 2 Stunden” oder  ”Mitteldeutschland-Usedom in 3 Stunden” wichtig? - wenn ja, dann bringen Sie sich bitte auch als “Unterstützer” (Eintrag unter “Unterstützung”) auf dieser Internetseite ein oder unterstützen Sie das Projekt im Rahmen der Unterschriftenaktion. Hilfreich ist sicher auch, wenn Sie Ihr Anliegen immer wieder den Politikern Ihrer Region vortragen und sich mit Gleichgesinnten vor Ort austauschen.

Viele Freunde der Insel Usedom, der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages, die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, der Parlamentspräsident der Woiwodschaft Westpommern, Swinemündes Stadtpräsident,
die Bürgermeister von Halle und Leipzig, viele Bürgermeister im Bereich der Odermündung stehen zur schnellen Bahnverbindung nach Usedom.

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Aufrüttelndes Video zur historischen Entwicklung und aktuellen Notwendigkeiten:
MdL Udo Timm(gestorben am 20.8. 2011) : Aufbau der Karniner Brücke (28.1.2011, Landtag M/V)
http://www.youtube.com/watch?v=NsFZ36iGcDI
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Video: Ein Hauch von Usedom auf dem Leipziger Marktplatz:
http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5846&showNews=848965&showSearch=5883#video
Reisemodell der Karniner Brücke (Maßstab 1:27) in Funktion, den Player bitte von Hand starten!
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Aktionsbündnis Karniner Brücke zur  
Wiederherstellung der Eisenbahnlinie
Berlin-Ducherow-Karnin-Swinoujscie-Heringsdorf

Beschreibung des Bündnisses
Das  Aktionsbündnis ist ein parteiübergreifender grenzüberschreitender Interessenverband von Betrieben, Vereinen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, die Bahnlinie Berlin-Swinoujscie- Heringsdorf über die “Karniner Brücke” zu rekonstruieren und wieder in Betrieb zu setzen.

1. Ausgangslage
Unter „Karniner Bahnprojekt“ verstehen wir den Neubau der in den letzten Kriegstagen 1945 zerstörten Karniner Brücke zur Wiederherstellung der überregionalen Schienenanbindung der Insel Usedom. Hierzu sind auf der alten seit 1876 bestehenden Trasse knapp 40 km zweigleisige Bahnlinie wiederherzustellen.
Die Kosten sind mit ca. 147 Mio € vergleichsweise gering.
Das Projekt steht bereits seit 2003 im Bundesverkehrswegeplan, wurde allerdings wegen nicht nachgewiesener Wirtschaftlichkeit nicht mit einer Priorität versehen, sozusagen auf Wiedervorlage gelegt. Hinter diesen Status möchten wir nicht zurück, sondern wir sollten gemeinsam versuchen, die vom Bund geforderten Daten unverzüglich zusammenzutragen. Ein Vertrösten auf den nächsten Bundesverkehrswegeplan bringt keinerlei Vorteile.

Das Aktionsbündnis “Karniner Brücke” stellt große Zustimmung und Unterstützung fest:

  • Das Bundesverkehrsministerium (PSt Ferlemann am 4.8.10 in Karnin) ermutigt alle Beteiligten, dieses wichtige Projekt voranzutreiben, indem die erforderlichen Daten zügig herbeigebracht werden.
  • Ministerpräsident Sellering hat dem deutschen Sprecher des Aktionsbündniszugesagt,
    das Projekt anzupacken und beginnend mit der Fachtagung von Minister Schlotmann die nächsten Schritte zu erarbeiten und zu gehen.
  • Die Wirtschaft aus Vorpommern/Deutschland und Westpommern/Polen steht hinter dem Bahnprojekt.
  • Die Region (Landkreis OVP, Inselrat Usedom, Parteien) steht in Einigkeit zum Wiederaufbau.
  • Es gibt große überregionale Zustimmung (Berlin, Halle, Leipzig, Brandenburg).
  • Die Stadt Swinoujscie unterstützt das Projekt. Warschau und Stettin müssen noch gewonnen werden.

Das Projekt setzt auf die Unterstützung von zwei Ländern, Polen und Deutschland. Es ist ein europäisches Projekt zur strukturpolitischen Entwicklung der binationalen Insel Usedom und der deutsch-polnischen Grenzregion des künftigen deutschen Großkreises Süd-Vorpommern und der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Grundlage des Projektes sind die Wirtschaftlichkeit und die Finanzierbarkeit.

2. Wirtschaftlichkeit
2.1 Was liegt vor?Jede Wirtschaftlichkeitsrechnung wird den Mangel der garantierten Umsetzbarkeit haben. Bestehende Risiken wohnen a l l e n Wirtschaftlichkeitsberechnungen inne. Wegen der Unbestimmtheiten kann das Karniner Bahnprojekt daher nicht zurückgewiesen werden!

Es liegen eine Grobkostenschätzung aus 2005 durch die DE Consult und eine spezielle Grobkostenschätzung für die Güterverkehrsanbindung in Swinoujscie aus 2010 von der DB INTERNATIONAL GmbH vor. Beide Schätzungen zusammen ergeben eine Summe von ca. 147 Mio €. Auf dieser Basis wurden grob geschätzte Nutzen/Kosten-Faktoren ermittelt. Der N/K Faktor 0,73 aus 2008 resultiert aus dem reinen Personenverkehr durch das Gutachten der INTRAPLAN aus 2008.
Das neue Potential-Gutachten aus April 2010 berücksichtigt die Güterverkehre mit mehreren Szenarien und kommt zu N/K-Faktoren von weit über eins. Das Bundesverkehrsministerium weist dieses Gutachten insgesamt als wenig belastbar zurück. Dabei fällt uns auf, dass das erste Szenario offenbar gut nachvollziehbar ist. Es geht davon aus, dass von den vorhandenen und für jedermann auf der Usedomer Seite von Swinoujscie sichtbaren Mineralöllagern monatlich 48.000 t Kraftstoffe über die Karniner Strecke transportiert werden können und dadurch ein N/K-Faktor von 2,6 entsteht!
Wenn die weiteren, noch günstigeren Szenarien, vorerst verworfen werden, so kann man doch mit dem ersten Szenario die weiteren Schritte des Projektes sofort in Angriff nehmen. Allerdings unter einer wesentlichen Voraussetzung, nämlich der Bildung einer deutsch-polnischen Expertengruppe. Denn die Verfasser der Potentialstudie von DB INTERNATIONAL GmbH weisen darauf hin, dass ihre Planungen lediglich auf dem möglicherweise nicht mehr aktuellen Hafenkonzept 2015 für Szczecin und Swinoujscie basieren, nicht aber auf derzeit autorisierten Festlegungen.

2.2 Bahn-Fernverkehr für den Tourismus erschließen

Wir setzen vor allem auf die Erschließung eines großen überregionalen Potentials im Bahntourismus durch den Fernverkehr. Diese Auffassung finden wir durch die positive Resonanz auf die Öffentlichkeitsarbeit des Aktionsbündnisses in Berlin und Mitteldeutschland bestätigt.
Auf der Insel Usedom kann man sehr gut ohne Auto Urlaub machen!

Die Potentiale sehen wir in:

  • Berlin, Brandenburg, Mitteldeutschland (Dresden, Leipzig, Sachsen), neuer Großflughafen IBB
  • Großraum Stettin/Pasewalk

2.3 Regionale Potentiale für Tourismus und Berufspendler

Ein weiteres regionales Bahnangebot über die Südanbindung der Insel Usedom kann das Erfolgsmodell der Usedomer Bäderbahn fortsetzen.

Die Potentiale sehen wir in:

  • Touristische Erschließung des Achterlandes der Insel Usedom und des umliegenden Festlandes von Ostvorpommern
  • Berufspendler aus dem gesamten künftigen Großkreis Süd-Vorpommern bis Pasewalk an die Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes auf Usedom (Fachkräftemangel!)
  • Auswirkungen auf die polnische Grenzregion

2.4. Deutsch-polnische Expertengruppe berufen

Eine deutsch-polnische Expertengruppe (s.o.) sollte sich mit der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes befassen und die Erarbeitung der geforderten Nachbesserungen steuern. Diese Expertengruppe sollte gemeinsam von der Landesregierung MV und der zuständigen polnischen Seite berufen werden.

3. Finanzierung

Wegen der sog. “Schuldenbremse” des Staates und der kostenträchtigen Projekte Stuttgart 21 und Erfurt-Nürnberg besteht bei realistischer Betrachtung kaum eine Chance , neue Projekte wie Karnin umzusetzen. Daher sind privates Kapital und EU-Mittel zu nutzen.
Dies kann über ein sog. “PPP-Projekt” (PUBLIC-PRIVATE-PARTNERSHIP) und über EU-Kofinanzierung erfolgen.
Wir schlagen vor:
Beauftragung einer Machbarkeitsstudie, wie das Bahnprojekt im Rahmen einer PPP/EU-Finanzierung abgewickelt werden kann.
Unser Vorschlag ist: Diese Studie sollte von der Pomerania in Auftrag gegeben werden.