Bundesweite Unterschriftenaktion

Berlin-Usedom-in-2-Std.

Video: Berlin-Usedom in 2 Stunden Warum?
Video(aufrüttelnd)  Udo Timm(verst.)  Aufbau Karniner Brücke
____________________
März 2016
Berlin-Usedom in 2 Stunden – politisch wieder nicht gewollt, trickreich zu Fall gebracht?

http://www.bvwp-projekte.de/kb_schiene.html

Projekinformationssystem Entwurf Bundesverkehrswegeplan 2030
Projekt 1-387, Wiederaufbau Karniner Brücke: In der Grobbewertung ausgeschieden!
Text dazu: “Die betroffene Strecke wird auch künftig nicht bzw. kaum durch SPFV oder überregionalen SGV genutzt werden. Da es sich daher um eine SPNV-Maßnahme handelt, ist der Projektvorschlag nicht in den BVWP aufzunehmen.”

SchienenPersonenNahverkehr(SPNV) oder SchienenPersonenFernverkehr(SPFV) ist dem Bahnnutzer egal, wenn er schnell und zeitgemäß sein Ziel erreicht. Aber die Karniner Bahnstrecke fällt mit diesen unterschiedlichen Sichtweisen zwischen Bund und Land einfach in ein Loch! Bund und Land M/V können sich zurücklehnen, schieben die Verantwortung hin und her!

Die seit dem 29. April 1945 zerstörte Strecke 6768 ist nach wie vor für den Fernverkehr gewidmet! Die polnische Seite hält in Swinemünde, in Absprache mit dem deutschen Bundesverkehrsministerium, für den überbauten Teil seit Jahren eine alternative Trasse vor. Das ist ein deutliches Signal und sollte hierzulande nicht immer wieder in Frage gestellt werden, um die eigene Untätigkeit in Sachen Karniner Bahnprojekt zu kaschieren.

Ein Beispiel: 42 % der Berliner verzichten inzwischen auf ein eigenes Auto.
Nur durchgehende Fernzüge – ohne Umsteigen – erlauben eine schnelle und zeitgemäße Fahrt an die Küste,  sogar mit zeitlichem Vorteil gegenüber dem, die Umwelt und die Gesundheit belastenden Auto.

Zur immer wieder erwähnten Wolgaster Brücke: Mit einer max. Achslast von 16,6 t ist sie für die leichten Triebwagen der UBB geeignet, aber ungeeignet für aktuelle Fernzüge. Siehe -> ICE auf der Wolgaster Brücke und Radfahrer

Zum Verständnis:  Wir wollen nicht, dass die wunderbare Gesundheits- und Ferieninsel Usedom am Autoverkehr erstickt. Unverfälschtes mildes Ostseereizklima ist das natürliche Therapiemittel, die wirtschaftliche Grundlage der Insel für über 20.000 Arbeitnehmer! Allein im deutschen Teil der Insel Usedom gibt es 8 -> Reha- u. Kurkliniken. Atemwegserkrankungen sind ein Schwerpunkt.
-> Staus über viele Stunden v<15km/h(Folie 11, 13) passen dazu nicht!

Minister Dobrindt hat gerade die Insel Usedom erlebt. Hat er an Blättern, Fahnen, Abgasen von Bussen beobachtet, ob die Abgase der Fahrzeuge in Richtung nahem Strand ziehen? Hat er auch die Notwendigkeit der Bewahrung der intakten Natur gemerkt, u.a. durch Reduzierung des Autoverkehrs?
Selbst die derzeit hoch gepriesenen Busse stellen mit ihrer geringeren Sicherheit und zusätzlichem  ->  Reifenabrieb/Feinstaub keine wirkliche Alternative zur Bahn dar.

2008 wurde trotz Schengen(offene Grenze Dez 2007) in der Grobbewertung von Intraplan München die polnische Bevölkerung der Insel Usedom nicht berücksichtigt! Dabei hat Swinemünde mehr Einwohner als der deutsche Teil der Insel Usedom. So wurde für das Karniner Bahnprojekt ein negatives Nutzen-Kosten-Verhältnis von 0,73 dargestellt.
Selbst Jahre später wurde sich bei mehreren -> Anfragen im Bundestag und – schlimmer noch – im Landtag M/V, weiterhin unkommentiert auf 0,73 bezogen. Es scheint auch 2016 wieder eine politisch geprägte Entscheidung (u.A. zu Gunsten des Rostocker Hafens?) zu sein.
Berechnungen der Fachleute des Aktionsbündnisses Karniner Brücke, mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von 2,5, wurden und werden einfach ignoriert – trotz Zusage der Überprüfung durch das BVMI beim Entwurf des BVWP2030!

(8.7.16 PSt Enak Ferlemann, BMVI: Eine Überprüfung des vorgelegten NKV von 2,53 soll nicht erfolgen!)  Sieht man im Gegensatz zu 2008(Intraplan München) keine Chance, das Karniner Bahnprojekt aus politischen Gründen nochmals unrentabel zu rechnen? Demnach stimmt das NKV von 2,53 wohl?
Statt dessen hat man die die Argumente des Aktionsbündnisses Karniner Brücke in Scheiben zerlegt, positives zur Seite gelegt, beim Rest das eine oder andere Haar in der Suppe gefunden.
So hat man ein Ausscheiden in der ”Grobbewertung” erreicht.

Noch tückischer ist, die in der “Grobbewertung” aussortierten Projektete tauchen dann vielleicht nicht mehr in der Kabinettsvorlage(3.8.16) und später im Bundestag auf, werden so anscheinend auch nicht durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bewertet.
Gerade Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit/Gasanladung/Atomlager, Rettungswege für die Region Usedom wären aber wichtige zu untersuchende Punkte beim Karniner Bahnprojekt!
Trifft das so zu, liebe Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, übergeht man Sie?

Was stimmt da nicht, hat man Projekte einfach mit einer Handbewegung vom Tisch gefegt? Hat man nicht aus der Erfolgsgeschichte der Usedomer Bäderbahn gelernt?

Es ist eine Farce von Öffentlichkeitsbeteiligung zu sprechen,  wenn die Unterlagen der abgelehnten Projekte nicht öffentlich einsehbar sind. Somit ist nicht nachvollziehbar, welche Gründe zum negativen Ergebnis der im Projekinformationssystem (Prins) erwähnten Grobbewertung beim Karniner Bahnprojekt führten.

Mit einer Vorentwurfsplanung und damit belastbaren Zahlen, ”hätte” die Landesregierung M/V unter MP Sellering(SPD) ein deutliches Zeichen setzen und viele jetzt immer noch wieder kursierende Missverständnisse im Vorfeld klären können, zumal es einen einstimmigen Beschluss des Landtages M/V vom Januar 2011 gibt.
Schönes Reden allein reicht nicht!
(Kein Geld? 3.8.16 MV gibt etwa 100.000€ für eine Studie für einen möglichen Yachthafen vor Prora!)
Vermutlich wird man weiter Scheingefechte um das Thema Fern- oder Regionalverkehr führen, wichtige Fragen, wie den Beitrag des Karniner Bahnprojektes zur Nachhaltigkeit(z.B. Bewahrung Seeheilklimastatus) und Sicherheit der Region Usedom im Gefahrenfall(Straßen unabhängiger Rettungsweg) , wohl kaum ansprechen.
Die Polnische Seite ist dagegen mit der Reservierung einer neuen Trassenführung für den überbauten Teil der Trasse in Swinemünde in Vorleistung gegangen!
Gleichzeitig hofft die Landesregierung M/V, das polnische Stettin möge die Metropolfunktion für angrenzende und strukturschwache Teile Vorpommerns übernehmen. Selbst zwischen Zwinemünde und Stettin würde der zeitlich kürzeste Bahnweg über Karnin führen!
Erst wurden Anliegen Region über Jahre durch die Regierung ignoriert, was wohl auch dazu beitrug, dass die Regierungsparteien inzwischen beängstigend von den Wählern ignoriert werden – nach den Landtagswahlen stehen die Bundestagswahlen 2017 an!

Aus ganz aktuellen Pressemeldungen(ausführlicher über Menü  –> “Aktivitäten”)  leiten sich viele Fragen ab, die vielleicht bei der Neubewertung des Karniner Bahnprojektes noch nicht angemessen berücksichtigt wurden:

- z.B. Meldung NDR 22.4.16: Polen baut den -> Swinetunnel bis 2022
Welche Auswirkungen auf die B110, B111, z.B. Getreidetransporte zum Hafen Vierow, sind zu erwarten?
Hätte man nicht die Strasse durch den zu bauenden Zwinetunnel und die Wiederinbetriebnahme der Bahn über Karnin zum Nachweis der Nachhaltigkeit in einem gemeinsamen EU-Projekt bündeln können – Stichwort “Usedom Crossing”?
(Gestaltung der Zukunft im Sinne der Ziele der europäischen Kommission zur Entwicklung des europäischen Verkehrs in umweltschonender und Klima verträglicher Weise, stärkere Vernetzung der Verkehrsträger)

- Verkehrskollaps B111 / L266
In weiten Teilen verläuft die B111 parallel zum nahen Strand. In den sommerlichen -> Ferienmonaten gibt hauptsächlich westliche Winde auf Usedom.
Abgase und zusätzlicher Feinstaub durch Reifenabrieb und Aufwirbeln machen sicher nicht an der Leitplanke halt. Der ADAC hat in Bayern -> Abgase über  mehere Kilometer Ausbreitung gemessen.

- Abgasskandal Autoindustrie vrs. Anforderungen Seeheilbäderstatus, Gesundheitsinsel Usedom – zeichnen sich neue und verschärfte Anforderungen ab?

- Gasförderung vor dem Heringsdorfer Strand

- Fehlendes Sicherheitskonzept für die Region Usedom zwischen -> Gasanlandung/Atomlager Lubmin und dem riesigen -> Flüssiggashafen(LNG) Swinemünde (ausführlicher über -> Menü “Aktivitäten”)

Offene Fragen:
– Welches Ergebnis brachte die neue Nutzen-Kosten-Berechnung  zum vom Land MV vorgeschlagenen Schienenverkehrsprojekt Wiederaufbau Karniner Brücke, Strecke 6768 ?
- Welche Arbeitseinheiten haben die neue Berechnung erstellt/geprüft und waren beim Auswahlprozess im BMVI beteiligt? (Anmerkung: Einem Fernsehbeitrag(3SAT/Nano) war zu entnehmen, dass die Koordinierung durch die PTV(Planung Transport Verkehr  AG) erfolgte.)
- Erfolgte, wie vom BMVI zugesagt,  eine Abstimmung mit der polnischen Seite als EU-Projekt mit hochgradiger Fördermöglichkeit?
- Welche Parameter und spezielle Umweltkriterien wurden bei der Auswahl zu Grunde gelegt?
- Wurden die Auswahlkriterien zwischen dem BMVI und dem BMUB abgestimmt?

- Wie bewertet das -> Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Wiederaufbau der gewidmeten Karniner Bahnstrecke 6768 aus Umweltsicht, aber auch als leistungsfähigen Rettungsweg im Gefahrenfall bei verstopften Straßen. Wird es für Lubmin ein ganzheitliches Sicherheitskonzept (-> anlandende Gasrohre 1200km – Waldstreifen – Atomlager in 1,5km Entfernung, Offshore Einspeisung/Umspannwerk) geben?

_________________
2016-04-30
Die Usedomer Eisenbahnfreunde e.V haben eine Stellungnahme (->  2016BVWP-StellungnahmeKarnin ) zum sehr fragwürdigen Entwurf des BVWP 2030, Projekt 1-387, fristgemäß abgegeben.
Unser herzlicher Dank gilt unseren vielen aktiven Mitstreitern bei der Ermittlung des NKV von 2,53, wie auch Unterstützern und Berichterstattern in vielfältiger Form.

Eingangsbestätigung: “Vielen Dank für Ihre Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030. Diese ist beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eingegangen und hat die Eingangsnummer DG0014664 erhalten.”
2016-06-11 OZ: Es gab 40.000 Einwendungen. Wenn der BVWP2030 schnell durchgepeitscht werden soll, kann man sich die Gründlichkeit der Bearbeitung vorstellen!

Es geht also weiter! -> Der Schnelle Geist der Ahnen!

_________________

Öffentliche Beteiligung. Siehe Öffentlichkeitsbeteiligung
Stellungnahmen können vom 21. März bis zum 2. Mai 2016 online über folgendes Portal abgegeben werden:
www.bmvi.de/bvwp2030-stellungnahme
oder per Post an:
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Referat G12, Invalidenstraße 44, D-10115 Berlin, Stichwort “BVWP 2030″
Hotline zur BVWP Öffentlichkeitsbeteiligung: 030 20082345

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2016/036-dobrindt-bvwp-oeffentlichkeitsbeteiligung.html?nn=35788
_______________________________________________

3.12.2014 
-> Video – Bericht
“Warum soll das Karniner Bahnprojekt 6768 in den vordringlichen Bedarf des BVWP2015?” , auch als Text über Menü unter “Aktivitäten”

______________________________________________

2014-12-03,  12:00Uhr  bis 14:30Uhr -> Video -Bericht

ENDSPURT-TOUR für die Aufnahme des Karniner Bahnprojektes in den vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2015. Die kritische Entscheidung fällt in den nächsten Monaten! Zugesagt ist vom BMVI eine – im Gegensatz zu 2008 – grenzüberschreitende Bewertung der Karniner Bahnstrecke 6768, einer Kriegslücke von 39km!

Wir Usedomer Eisenbahnfreunde starten mit dem USEDOM EXPRESS am 3.12. um 12 Uhr in Berlin am Pariser Platz unsere CHARMING-TOUR für die Aufnahme des nachhaltigen Karniner Bahnprojektes in den BVWPlan 2015.

Motto : BERLIN-USEDOM  in 2 STUNDEN!
Beim Bundestag, Bundeskanzleramt, beim Bundeswirtschaftsministerium, beim Bundesverkehrsminister, beim Bundesministerium für Soziales und  bei der DB-Zentrale geben wir  unsere schriftliche Bitte mit einer Beschreibung unseres Projektes ab.

Entscheidende Informationsdefizite zum Karniner Bahnprojekt beim Land und Bund, ja selbst zweifelhafte Fehlinformationen von einigen Mandatsträgern, überraschten uns in den letzten Jahren – und sogar noch jetzt – immer wieder!

Wir möchten auch unsere 14.000 Unterschriften für das Karniner Bahnprojekt jeweils symbolisch an den  Eingangspforten einem Mitarbeiter der Häuser übergeben.
Kontakt unter: Usedomer Eisenbahnfreunde

Besser als der verstorbene Landtagsabgeordnete Udo Timm kann man das Karniner Bahnprojekt in der Gesamtheit seiner Bedeutung als nachhaltiges dt./poln. Infrastrukturprojekt für die Region Usedom kaum darstellen: (Siehe nachfolgendes, aufrüttelndes Video)

_______________________________________________________________________________________

Die bundesweite Unterschriftenaktion

wird fortgesetzt bis zur Aufnahme des Karniner Bahnprojektes als vordringlicher Bedarf in den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015!
(Dez.2014 ca. 14.000 Unterschriften – Vielen Dank!)

==> UnterschriftenListen bitte über - hier - ausdrucken und die
==> gesammelten Unterschriften zurücksenden an:
Aktionsbündnis Karniner Brücke
c/o Sprecher Dr. Günther Jikeli
Peenestr. 10, 17406 Stadt Usedom

________________________________________________________________________________________

2014-10-13, Oderpartnerschaft Sonderpublikation, auch online
Handlungsbedarf beim grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr, incl. Karniner Bahntrasse 6768!

Seite 29: Schwache Aussage der Landesregierung M/V, geschickt am Thema “Handlungsbedarf” vorbei! (Liebe Frau Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich im fernen Schwerin: Die dt./poln. Ferien- und Gesundheitsinsel Usedom, Naturpark Insel Usedom – im Sommer 150.000 Menschen und Verkehrschaos auf den Straßen – hat seit dem 29. April 1945 keinen direkten Fernbahnanschluss mehr!)
Publikation Bahnprojekte:

_______________________________________________________________________________________

2013-02-26
Bundesverkehrswegeplan 2015: Anmeldung des Karniner Bahnprojektes
Reaktivierung der Strecke 6768 Ducherow-Karnin-Swinoujscie-Heringsdorf

Stellungnahme des Aktionsbündnisses Karniner Brücke zum Antragsentwurf des Landesverkehrsministers MV vom 27.12.12 – der Anmeldung des Karniner Bahnprojektes zum Bundesverkehrswegeplan 2015 beim Bundesverkehrsminister.

Nutzen und Kosten der Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnverbindung Ducherow-Swinemünde-Heringsdorf werden durch die DB Netze und die Fachleute des Aktionsbündnisses Karniner Brücke im Antrag und im Detail in den “Anlagen” aufgezeigt. Ausführlich unter -> “Aktivitäten”  2013-02-26

_______________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________

Liebe Freunde der Insel Usedom,
wie bei anderen Projekten zeigt sich auch hier immer mehr, wohl nur gemeinsam können wir es schaffen:
Berlin-Usedom in 2 Stunden ! Mitteldeutschland-Usedom in 3 Stunden!

Ziel ist eine WIN-WIN-Situation:
Die Bahnfahrer würden bei Wiederinbetriebnahme der direkten Fernbahnstrecke 6768 über Karnin schneller, 50 mal sicherer und zunehmend preiswerter, als die Autofahrer, die Insel Usedom erreichen.  Die verbleibenden Autofahrer würden sich über weniger Staus freuen. (Oft nicht bekannt: Die Bahnanbindung im Norden der Insel über die
Wolgaster
Brücke ist wegen der max. Achslast von 16,6 t nicht für Fernbahnen geeignet.)

Es wäre ein zukunftsweisender Schritt zur Bewahrung der Umwelt auf der Ferieninsel Usedom mit ihren See- und Seeheilbädern, ihrem sehr wirksamen natürlichen Therapiemittel, dem milden Ostsee-Reizklima. Abgase zugestauter Straßen parallel zur Küste und typisch westliche Winde von der Straße in Richtung nahem Strand gehen wohl auf Dauer nicht zusammen.

Schon wenn nur 20% der Usedom Urlauber/Besucher zur mehr als 50x sicheren Bahn wechseln würden, wären jährlich etwa 3 Verkehrstote und 280 Verletzte vermeidbar! (Genaueres unter “Linkliste”, Allianz pro Schiene). Dieser Ansatz passt auch zur Meldung vom 10. Nov. 2011 – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 Prozent verringern (Verkehrssicherheitsprogramm 2011).

2011 war die Stausituation auf der Bäderstraße so unerträglich, dass wohl erstmalig Urlauber der Insel Usedom den Rücken kehrten.
Man mag sich überhaupt nicht vorstellen, was wäre, wenn es nicht -parallel zur Küste – das Erfolgsmodell der Usedomer Bäderbahn gäbe. 1995 beginnend mit 300.000 Fahrgästen, hat die UBB mit etwa 3,5 Millionen/Jahr längst ihre Leistungsgrenze erreicht! Dabei erfolgte zunächst 1992 der Antrag auf Stilllegung der Strecke durch die damalige RBD Schwerin!

Der nächste Bundesverkehrswegeplan(ab 2015) wird schon vorbereitet!
Die Wiederinbetriebnahme der gewidmeten Eisenbahnverbindung 6768 Ducherow-Swinemünde-Heringsdorf hat nur eine Chance, wenn das Projekt jetzt in den vordringlichen Bedarf des neuen BVWP2015 aufrückt.
(Seit 2003 befindet sich Karnin ohne Priorität im Bundesverkehrswegeplan, auf deutscher Seite ist die alte Strecke durchgehend gewidmet, im polnischen Swinemünde wird eine neue Strecke vorgehalten!)  Die DB steht zur Wiederinbetriebnahme der Strecke 6768!

Auch wenn der Nutzen-/Kosten-Faktor jetzt sehr deutlich über 1 liegt(aktuelle Berechnung Juli 2013: 2,5!), 65% EU-Förderung für das Karniner Bahnprojekt möglich sind, die anteiligen Kosten für Deutschland damit nur noch etwa 50Mio€ betragen würden – wird das Karniner Bahnprojekt schließlich – beim Land beginnend – über Bund und EU , von politischen Entscheidungen mehrerer Ebenen  abhängen!

Um so wichtiger scheint der vielstimmig bekundete Bürgerwille der künftigen Nutzer der schnellen Bahnverbindung nach Usedom (z.B. 42% der Berliner Haushalte verzichten inzwischen auf ein eigenes Auto!)
Die in jüngster Zeit häufige Nennung des Karniner Bahnprojektes in den Medien generiert leider auch die trügerische Vorstellung - Karnin sei schon auf einem sicheren Weg. Dem ist leider nicht so!
Wie schnell ein Mensch auf einen anderen Weg gerät – das Karniner Bahnprojekt nach Jahren plötzlich in Frage stellt – zeigt im Frühjahr 2013 das Beispiel des Bundestagsabgeordneten Matthias Lietz aus dem nahen Lubmin.
Besinnen wir uns lieber auf die positiven Ansätze:
Besser als der verstorbene Landtagsabgeordnete Udo Timm kann man das Karniner Bahnprojekt in der Gesamtheit seiner Bedeutung als nachhaltiges Infrastrukturprojekt für die Region Usedom kaum darstellen (Siehe nachfolgendes, aufrüttelndes Video).

Ist mir “Berlin-Usedom in 2 Stunden” oder  ”Mitteldeutschland-Usedom in 3 Stunden” wichtig? - wenn ja, dann bringen Sie sich bitte auch als “Unterstützer” (Eintrag unter “Unterstützung”) auf dieser Internetseite ein oder unterstützen Sie das Projekt im Rahmen der Unterschriftenaktion. Besonders hilfreich ist sicher auch, wenn Sie Ihr Anliegen immer wieder den Politikern Ihrer Region vortragen und sich mit Gleichgesinnten vor Ort austauschen.
Viele Freunde der Insel Usedom, die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, der Parlamentspräsident der Woiwodschaft Westpommern, Swinemündes Stadtpräsident, die Bürgermeister von Halle und Leipzig, viele Bürgermeister im Bereich der Odermündung stehen zur schnellen Bahnverbindung nach Usedom.
_____________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________


Aktionsbündnis Karniner Brücke zur
Wiederherstellung der Eisenbahnlinie
Berlin-Ducherow-Karnin-Swinoujscie-Heringsdorf

Beschreibung des Bündnisses
Das  Aktionsbündnis ist ein parteiübergreifender grenzüberschreitender Interessenverband von Betrieben, Vereinen, Institutionen und Privatpersonen mit dem Ziel, die Bahnlinie Berlin-Swinoujscie- Heringsdorf über die “Karniner Brücke” zu rekonstruieren und wieder in Betrieb zu setzen.

1. Ausgangslage
Unter „Karniner Bahnprojekt“ verstehen wir den Neubau der in den letzten Kriegstagen 1945 zerstörten Karniner Brücke zur Wiederherstellung der überregionalen Schienenanbindung der Insel Usedom. Hierzu sind auf der alten seit 1876 bestehenden Trasse knapp 40 km zweigleisige Bahnlinie wiederherzustellen. Die Kosten sind mit ca. 147 Mio € vergleichsweise gering.
Das Projekt steht bereits seit 2003 im Bundesverkehrswegeplan, wurde allerdings wegen nicht nachgewiesener Wirtschaftlichkeit nicht mit einer Priorität versehen, sozusagen auf Wiedervorlage gelegt. Hinter diesen Status möchten wir nicht zurück, sondern wir sollten gemeinsam versuchen, die vom Bund geforderten Daten unverzüglich zusammenzutragen. Ein Vertrösten auf den nächsten Bundesverkehrswegeplan bringt keinerlei Vorteile.

Das Aktionsbündnis “Karniner Brücke” stellt große Zustimmung und Unterstützung fest:

  • Das Bundesverkehrsministerium (PSt Ferlemann am 4.8.10 in Karnin) ermutigt alle Beteiligten, dieses wichtige Projekt voranzutreiben, indem die erforderlichen Daten zügig herbeigebracht werden.
  • Ministerpräsident Sellering hat dem deutschen Sprecher des Aktionsbündniszugesagt,
    das Projekt anzupacken und beginnend mit der Fachtagung von Minister Schlotmann die nächsten Schritte zu erarbeiten und zu gehen.
  • Die Wirtschaft aus Vorpommern/Deutschland und Westpommern/Polen steht hinter dem Bahnprojekt.
  • Die Region (Landkreis OVP, Inselrat Usedom, Parteien) steht in Einigkeit zum Wiederaufbau.
  • Es gibt große überregionale Zustimmung (Berlin, Halle, Leipzig, Brandenburg).
  • Die Stadt Swinoujscie unterstützt das Projekt. Warschau und Stettin müssen noch gewonnen werden.

Das Projekt setzt auf die Unterstützung von zwei Ländern, Polen und Deutschland. Es ist ein europäisches Projekt zur strukturpolitischen Entwicklung der binationalen Insel Usedom und der deutsch-polnischen Grenzregion des künftigen deutschen Großkreises Süd-Vorpommern und der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Grundlage des Projektes sind die Wirtschaftlichkeit und die Finanzierbarkeit.

2. Wirtschaftlichkeit
2.1 Was liegt vor?Jede Wirtschaftlichkeitsrechnung wird den Mangel der garantierten Umsetzbarkeit haben. Bestehende Risiken wohnen a l l e n Wirtschaftlichkeitsberechnungen inne. Wegen der Unbestimmtheiten kann das Karniner Bahnprojekt daher nicht zurückgewiesen werden!

Es liegen eine Grobkostenschätzung aus 2005 durch die DE Consult und eine spezielle Grobkostenschätzung für die Güterverkehrsanbindung in Swinoujscie aus 2010 von der DB INTERNATIONAL GmbH vor. Beide Schätzungen zusammen ergeben eine Summe von ca. 147 Mio €. Auf dieser Basis wurden grob geschätzte Nutzen/Kosten-Faktoren ermittelt. Der N/K Faktor 0,73 aus 2008 resultiert aus dem reinen Personenverkehr durch das Gutachten der INTRAPLAN aus 2008.
Das neue Potential-Gutachten aus April 2010 berücksichtigt die Güterverkehre mit mehreren Szenarien und kommt zu N/K-Faktoren von weit über eins. Das Bundesverkehrsministerium weist dieses Gutachten insgesamt als wenig belastbar zurück. Dabei fällt uns auf, dass das erste Szenario offenbar gut nachvollziehbar ist. Es geht davon aus, dass von den vorhandenen und für jedermann auf der Usedomer Seite von Swinoujscie sichtbaren Mineralöllagern monatlich 48.000 t Kraftstoffe über die Karniner Strecke transportiert werden können und dadurch ein N/K-Faktor von 2,6 entsteht!
Wenn die weiteren, noch günstigeren Szenarien, vorerst verworfen werden, so kann man doch mit dem ersten Szenario die weiteren Schritte des Projektes sofort in Angriff nehmen. Allerdings unter einer wesentlichen Voraussetzung, nämlich der Bildung einer deutsch-polnischen Expertengruppe. Denn die Verfasser der Potentialstudie von DB INTERNATIONAL GmbH weisen darauf hin, dass ihre Planungen lediglich auf dem möglicherweise nicht mehr aktuellen Hafenkonzept 2015 für Szczecin und Swinoujscie basieren, nicht aber auf derzeit autorisierten Festlegungen.

2.2 Bahn-Fernverkehr für den Tourismus erschließen
Wir setzen vor allem auf die Erschließung eines großen überregionalen Potentials im Bahntourismus durch den Fernverkehr. Diese Auffassung finden wir durch die positive Resonanz auf die Öffentlichkeitsarbeit des Aktionsbündnisses in Berlin und Mitteldeutschland bestätigt.
Auf der Insel Usedom kann man sehr gut ohne Auto Urlaub machen!

Die Potentiale sehen wir in:

  • Berlin, Brandenburg, Mitteldeutschland (Dresden, Leipzig, Sachsen), neuer Großflughafen IBB
  • Großraum Stettin/Pasewalk

2.3 Regionale Potentiale für Tourismus und Berufspendler
Ein weiteres regionales Bahnangebot über die Südanbindung der Insel Usedom kann das Erfolgsmodell der Usedomer Bäderbahn fortsetzen.

Die Potentiale sehen wir in:

  • Touristische Erschließung des Achterlandes der Insel Usedom und des umliegenden Festlandes von Ostvorpommern
  • Berufspendler aus dem gesamten künftigen Großkreis Süd-Vorpommern bis Pasewalk an die Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes auf Usedom (Fachkräftemangel!)
  • Auswirkungen auf die polnische Grenzregion

2.4. Deutsch-polnische Expertengruppe berufen

Eine deutsch-polnische Expertengruppe (s.o.) sollte sich mit der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes befassen und die Erarbeitung der geforderten Nachbesserungen steuern. Diese Expertengruppe sollte gemeinsam von der Landesregierung MV und der zuständigen polnischen Seite berufen werden.

3. Finanzierung
Wegen der sog. “Schuldenbremse” des Staates und der kostenträchtigen Projekte Stuttgart 21 und Erfurt-Nürnberg besteht bei realistischer Betrachtung kaum eine Chance , neue Projekte wie Karnin umzusetzen. Daher sind privates Kapital und EU-Mittel zu nutzen.
Dies kann über ein sog. “PPP-Projekt” (PUBLIC-PRIVATE-PARTNERSHIP) und über EU-Kofinanzierung erfolgen.
Wir schlagen vor:
Beauftragung einer Machbarkeitsstudie, wie das Bahnprojekt im Rahmen einer PPP/EU-Finanzierung abgewickelt werden kann.
Unser Vorschlag ist: Diese Studie sollte von der Pomerania in Auftrag gegeben werden.